Werkzeug eindeutig identifizieren
Belegen: Werkzeugnummer, Bauteil- und Zeichnungsstand, Kavitäten, Einsätze, Heisskanal, Peripherie und mitgeliefertes Zubehör. Fotos und Inventarliste verhindern Interpretationsspielraum.

Ein Spritzgusswerkzeug verbindet Geometrie, Prozesswissen, Wartung und Lieferfähigkeit. Fehlt nur ein Baustein, kann ein formal vorhandenes Werkzeug praktisch schwer nutzbar sein: etwa weil der aktuelle Änderungsstand unbekannt ist, Ersatzteile fehlen oder Parameter und Schnittstellen nicht dokumentiert sind.
Die Prüfung sollte deshalb vor Auftrag, bei Abnahme und während jeder wesentlichen Änderung aktualisiert werden. Verträge definieren Ansprüche; technische Nachweise zeigen, ob sie im Ernstfall umgesetzt werden können.
Jede Zeile braucht einen aktuellen Nachweis, eine verantwortliche Stelle und eine Regel für Änderungen.
Belegen: Werkzeugnummer, Bauteil- und Zeichnungsstand, Kavitäten, Einsätze, Heisskanal, Peripherie und mitgeliefertes Zubehör. Fotos und Inventarliste verhindern Interpretationsspielraum.
Klären: Wer bezahlt, wem das Werkzeug gehört, wer es nutzen darf, an welchem Standort es betrieben wird und ob Pfandrechte, Zurückbehaltung oder Nutzung für Dritte ausgeschlossen werden sollen.
Prüfen: Freigegebenes Muster, Messbericht, Material, Maschine, Prozessfenster, Zyklus, Standmenge und Restpunkteliste. Eine bezahlte Rechnung ersetzt keine technische Abnahme.
Sichern: Aktuelle Konstruktionsdaten, Stücklisten, Werkstoff- und Härteangaben, Elektro- und Kühlpläne, Parameter, Prüfberichte sowie Umfang und Format der herauszugebenden Dateien.
Protokollieren: Schusszahl, vorbeugende Wartung, Reparaturen, geänderte Einsätze, Schweissungen, Heisskanalarbeiten und Ersatzteilverbrauch. Jede Änderung erhält Version, Grund und Freigabe.
Vereinbaren: Auslöser, Herausgabefrist, Zustand, Konservierung, Verpackung, Verladung, Transportverantwortung, Dokumente, Ersatzteile und Unterstützung beim Wiederanlauf.
Eine Aussage im Vertrag bleibt abstrakt, wenn sie nicht auf ein identifizierbares Objekt, eine prüfbare Datei und einen protokollierten Zustand verweist. Die Kette sollte auch nach Personal- oder Lieferantenwechsel verständlich bleiben.
Werkzeug und loses Zubehör dauerhaft und eindeutig dem Projekt zuordnen.
Änderungsstand, Format, Ablageort und erforderliche Softwarezugänge festhalten.
Fotos, Schusszahl, Wartung, Muster und offene Massnahmen gemeinsam archivieren.
Freigabe, Abweichung und Änderung mit Rolle, Datum im Projektnachweis und Geltungsbereich dokumentieren.
Ein Werkzeugwechsel scheitert selten nur am Transport. Kritisch sind unvollständige Daten, unbekannte Schnittstellen, fehlende Ersatzteile und ein nicht reproduzierbares Prozessfenster.
Wer Identität, Zustand, Daten und Zubehör laufend pflegt, reduziert nicht nur Transferrisiken. Dieselbe Transparenz verbessert Wartungsentscheide, Änderungsfreigaben und die Verhandlungsbasis über die gesamte Werkzeuglaufzeit.